Unaufhaltsam: der Demografische Wandel

Mit welcher Bevölkerungsentwicklung müssen Wirtschaft und Gesellschaft zukünftig rechnen? Nach der 10. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung (www.destatis.de) werden zwar erst im Jahre 2050 deutlich weniger Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64 zur Verfügung stehen. Zudem wird 2020 der größte Teil der geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten Babyboomer, das Rentenalter noch nicht erreicht haben und folglich dem Arbeitsmarkt – zumindest theoretisch – zur Verfügung stehen.

Dennoch: Bei der Vorbereitung auf die demografische Entwicklung dürfen wir keine Zeit verlieren. Bereits heute ist das Erwerbspersonenpotenzial im Durchschnitt älter als noch vor wenigen Jahren. Allein zwischen1993 und 1998 ist trotz massiven Personalabbaus bei den Älteren – Stichwort: Frühverrentung und Altersteilzeit – der Anteil der über 55-Jährigen um 22 Prozent gestiegen. Das durchschnittliche Alter des Erwerbspersonenpotenzials wird bis 2020 um weitere zwei Jahre ansteigen. Auf den ersten Blick nicht viel, aber im Vergleich zum Zeitraum 1980 bis 2000 bedeutet das eine Beschleunigung um das Dreifache! Die Gruppe der 45- bis 54-Jährigen wird von heute 18 Prozent auf 23 Prozent zulegen, die Gruppe der 55- bis 64-Jährigen von heute 19 Prozent auf dann 23 Prozent. Mit anderen Worten: Stellen die 50- bis 64-Jährigen derzeit mit 15,5 Millionen gut 30 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, werden 2020 fast 40 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sein.

Die Zukunft hat längst begonnen…

 

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